Parteiversammlung vom 30. Oktober 2025

Gemeindeammann Daniel Marti, Nationalrat Christoph Riner und Parteipräsident Roger Wisler (von links)
SVP Rupperswil ist für finanzielle Unterstützung des Wasserfahrvereins
An der Parteiversammlung vom 30. Oktober 2025 behandelten die 25 Anwesenden – nach einem kurzen Rückblick auf die erfolgreich verlaufenen Kommunalwahlen – die Traktanden der kommenden Gemeindeversammlung. Diese wurden durch Gemeindeammann Daniel Marti kompetent vorgestellt. Der Höhepunkt bildete ein Referat von Nationalrat Christoph Riner zum Thema «Herausforderungen für eine freie, unabhängige Schweiz».
Bis auf das Traktandum «Beitrag von 500’000 Franken an den Bau eines neuen Vereinslokals des Wasserfahrvereins» wurden alle Traktanden positiv beurteilt. Im Zusammenhang mit dem Budget 2026, welches nur wegen einer Neubewertung der Liegenschaften positiv ausfällt, wurde vom Gemeinderat einmal mehr eine klare Aussage vermisst, wie die anstehenden Investitionen von bis zu 40 Mio. Franken für Schul-, Kindergarten- und Verwaltungsinfrastrukturen finanziert werden sollten.
Was die Unterstützung des Wasserfahrvereins anbelangt, waren sich grundsätzlich alle einig, dass das gesellschaftliche und kulturelle Leben des Dorfes ohne Vereine, welche auch einen wichtigen ehrenamtlichen Anteil in der Jugendarbeit leisten, gefährdet ist. Da die meisten Vereine von der kostenlosen Nutzung von Infrastrukturanlagen (Sport- und Turnhallen, Fussballplätze, Pétanqueplatz, Vereinslokale etc.) profitieren können bzw. beim Bau von vereinseigenen Anlagen unterstützt wurden, ist es nur richtig, dass der Wasserfahrverein bei der Regelung seiner Zukunft auch eine Unterstützung erhält. Nebst der wichtigen, für die Allgemeinheit kostenlosen Jugendarbeit bieten die über 70 Vereinsmitglieder mit dem Fischessen, der Teilnahme am Jugendfestumzug, der Mithilfe bei der Organisation von Anlässen der Gemeinde usw. einen wichtigen Beitrag. Demgegenüber muss aber auch erwähnt werden, dass die prekäre Finanzlage der Gemeinde gegen einen so hohen Beitrag spricht. Es fielen zudem Voten, dass die Erstellung von Vereinsinfrastrukturen Sache der Vereine und nicht der öffentlichen Hand seien. Mit der Annahme des Antrags würden ein Präjudiz geschaffen und weitere Gelüste geweckt. In der abschliessenden Abstimmung sprach sich dann aber eine Mehrheit für den Antrag des Gemeinderats aus. «Die Unterstützung ist nicht nur eine sinnvolle Investition für den Wasserfahrverein sondern auch für unser Dorf», so die Bemerkung eines Votanten.
In seinem Referat ging Nationalrat Christoph Riner auf die sicherheitspolitische Lage und den Rahmenvertrag mit der EU ein. Obwohl die EU-Staaten eine Aufrüstung in von 800 Milliarden Franken gesprochen haben, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis diese zum Tragen kommen wird. Da sich die Schweiz aus neutralitätspolitischen Gründen alleine verteidigen können muss, sollte sie nun endlich personell und materiell aufgerüstet werden. Doch während die Linken ideologische Gründe gegen eine kompromisslose Aufrüstung ins Feld führen, jammern viele Bürgerliche wegen den fehlenden Finanzen. «Wenn wir die Aufrüstung von den Finanzen abhängig machen, werden wir eines Tages ein unangenehmes Erwachen erleben», fasst Riner zusammen. Grosse Bedenken zeigt Riner gegenüber den Rahmenverträgen mit der EU. Er begründet dies unter anderem mit einem massiven Anstieg der Beiträge an die EU, einer Ausweitung der Personenfreizügigkeit, der Androhung von Sanktionen, der Beurteilung von Streitfällen durch die Gerichte der EU. Obwohl die SVP in dieser Thematik alleine dasteht, ist zu hoffen, dass doch noch ein Umdenken stattfindet.
SVP Ortspartei Rupperswil